Vorsorgeuntersuchungen


Ab dem 20. Lebensjahr sollten Sie einmal jährlich die gesetzliche Früherkennungsuntersuchung 
bei Ihrem Frauenarzt wahrnehmen. So können wir möglichst frühzeitig Veränderungen oder ernsthafte Erkrankungen erkennen und behandeln.

Zu der Vorsorgeuntersuchung gehört eine Untersuchung des äußeren Genitales, die Entnahme von Zellmaterial vom Gebärmutterhals (Abstrich nach Papanicolaou) und eine Tastuntersuchung
des inneren Genitales. Die Blutdruckmessung rundet die Untersuchung ab.
Ab dem 30. Lebensjahr gehört die Tastuntersuchung der Brust und ab dem 50. Lebensjahr die Untersuchung des Enddarms und eine Untersuchungen auf verborgenes Blut im Stuhl dazu.
Diese Früherkennungsuntersuchung sollte auch im höheren Alter regelmäßig durchgeführt werden, da gerade gynäkologische Veränderungen und Erkrankungen mit dem Alter häufiger auftreten.

Erweiterte Vorsorgeuntersuchung

Die Erweiterte Vorsorgeuntersuchung ergänzt die Gesetzliche Früherkennungsuntersuchung.
Hierzu beraten wir Sie über mögliche Untersuchungen, die im Einzelfall sinnvoll sein können. Dazu gehört die Ultraschalluntersuchung des inneren Genitale. Diese ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie bei der Tastuntersuchung sehr verspannt sind oder durch körperliche Gegebenheiten die Tastuntersuchung nur eingeschränkt beurteilbar ist.
Diese Ultraschalluntersuchung erlaubt bereits kleinere Veränderungen an der Gebärmutter, an den Eierstöcken oder der Blase darzustellen, die noch nicht tastbar sind und von Ihnen noch nicht bemerkt werden. Auch eine Beurteilung der Gebärmutterschleimhaut ist möglich.
Zur Erweiterten Vorsorgeuntersuchung gehört die Untersuchung des Urins auf Veränderungen oder Infektionen und eine Blutuntersuchung mit Beurteilung der Leber- und Nierenwerte, des Blutbildes, der Blutfette und der Gerinnung.

Dünnschichtzytologie

Bei dieser Untersuchungsmethode (thinprep®) auf veränderte Zellen des Gebärmutterhalses wird
mit einer speziellen Bürste Material vom Gebärmutterhals entnommen und in einem
Flüssigmedium ausgewaschen. Dieses wird zentrifugiert, der Zellanteil auf einen Objektträger
aufgebracht und anschließend automatisiert auf veränderte Zellen untersucht.
Durch diese Methode werden mehr Zellen als bei der klassischen Zellabstrichentnahme (nach
Papanicolaou) gewonnen und durch die spezielle Aufbereitung die Diagnostik verbessert.
Diese Methode ist Ihnen zu empfehlen, wenn eine höhere Sicherheit gefordert wird oder bei der
sonst üblichen Abstrichmethode unklare wechselnde Befunde erhoben worden sind.

Ultraschalluntersuchung der Brust

Die Ultraschalluntersuchung der Brust stellt eine Ergänzung zur Tastuntersuchung dar. Bei der
Ultraschalluntersuchung gelingt es auch die tieferen Schichten Ihrer Brustdrüse zu beurteilen, die
einer Tastuntersuchung nicht zugänglich sind.
Auch zur Mammographie stellt diese Untersuchung eine sinnvolle Ergänzung dar, vor allem bei
dichterem Drüsenkörper, wie er häufig bei jüngeren Patientinnen vorkommt. Es stellen sich nicht
immer alle Veränderungen in der Mammographie dar, einige lassen sich besser durch den
Ultraschall darstellen. Andere Veränderungen sind allerdings in der Mammographie besser zu
beurteilen. Deshalb ist die Kombination der Untersuchungsmethoden für eine vollständige
Beurteilung sinnvoll.

Bladder-Check

Diese spezielle Untersuchung des Urins dient der Früherkennung von bösartigen Veränderungen
der Blasenschleimhaut. Sollten Sie Raucherin sein oder regelmäßig Ihre Haare färben, so haben Sie ein höheres Risiko für Blasenkrebs als die Allgemeinbevölkerung.